Drei tolle Achtsamkeitsrituale – achtsam leben mit Kindern

Wenn dir alles Zuviel wird

Hast du auch zur Zeit das Gefühl, dass der Tag für dich und die Kinder viel zu voll gestopft ist? Morgens die Kinder zur Kita fahren, arbeiten, mittags Kids wieder abholen, dann direkt zum Schwimmen oder/und zur Verabredung bringen. Abends sind die Kinder verdreht. Wenn der Müdigkeitspunkt überschritten ist, dann kann das Ins-Bett-Bringen ganz schön anstrengend werden. Du weißt was ich meine. Dieser Moment in dem du merkst „Shit, Moment verpasst – jetzt sind sie drüber….!“

Wenn Kinder müde werden
Ich bin zu müüüüüde

Der letzte Akt vorm Zu-Bett-Gehen ist es dem müden Kind die Zähne zu putzen. „Du musst deinen Mund schon aufmachen zum Putzen“ – „Ich bin zu müüüüüüde….“ „Bitte, noch eben zur Toilette gehen.“ – „Ich bin zu müüüüüüde.“ Mit Engelszungen gelingt es dann doch noch das Kind davon zu überzeugen, dass keiner Lust hat nachts aufzustehen (nicht zu vergessen das Tiefschlafduell zwischen Mama und Papa – denn schließlich möchte keiner sein warmes Nest verlassen um das Bett  neu zu beziehen und Sohnemann umzuziehen). Geschafft – Kind im Bett. Die Gute-Nacht-Geschichte darf nicht fehlen. Ohne die geht gar nichts. Die brauchen auch Mama und Papa – dieses Ritual möchte ich nicht missen.

Ein Kita-Tag ist wie ein acht-Stunden-Arbeitstag

Kindergarten wie achtstunden Tag
Für Kinder ist die Kita genauso anstrengend wie ein Arbeitstag eines Erwachsenen

Wusstest du, dass der Kita-Besuch für dein Kind genauso viel Kraft fordert, wie für dich ein acht-Stunden-Tag in deinem Job? Bei uns in der Kita gibt es zum Beispiel den Ruheraum. Meine Kinder lieben diesen Raum und den bewussten Rückzug. Und wie kann ich solch einen Rückzugsraum in den Alltag integrieren oder Ruhephasen einbauen? Das würde den Kindern und auch den Eltern gut tun. Doch wie soll das gehen? Ich kann ja nicht eine halbe Stunde mit einem vier- und fünfjährigen meditieren. Mir fällt das unheimlich schwer. Bald kommt der Große in die Schule. Wird dort das gleiche Tempo vorgelegt oder passen sich die Lehrer an die Bedürfnisse der Kinder an?

Diese kleine Übung kannst du überall mit deinen Kindern machen

Stehenbleiben und einatmen

Einfach mal stehenbleibenAuf einem Workshop in Hamburg bin ich Dietmar Wohnert von Mindscool begegnet. Gemeinsam mit seiner Frau und zwei weiteren Initiatoren  engagiert er sich dafür, dass ein achtsamkeitsbasiertes Bildungsprogramm an den Schulen integriert wird. Hier der genaue Wortlaut dazu.

mindscool ist ein achtsamkeitsbasiertes Bildungsprogramm, abgestimmt auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen sowie von Lehrern/innen und Betreuungspersonen. Das Programm basiert auf den neuesten neurobiologischen Grundlagen, einer starken Betonung praktischer Übungen und der Wirkung von Selbstreflexion

Ich habe die Gelegenheit genutzt und ihn gefragt, wie ich als Mutter mit meinen Kindern „Achtsamkeit“ üben kann. Soll ich mit meinem Kind meditieren oder zum Kinderyoga gehen? Er bat mich einmal kurz anzuhalten (wir waren gerade auf dem Weg zum Mittagessen). Ich sollte spüren, wie fest ich mit meinen Füßen auf dem Boden stehe und dreimal tief einatmen. Dann gingen wir weiter. Das war einfach, kurz und effektiv – das mehrmals täglich in Alltag der Kinder einbauen und langsam speichert sich das auf deiner Festplatte. Das will ich mal probieren. Viele kleine Achtsamkeitsmomente integrieren und innehalten.

Diese Übung beim Essen machen mit den Kindern

Bewusst kauen und schmecken

Langsam essen, kauen und schmecken
Bewusst schmecken und fühlen

Eine andere gute Freundin, die Achtsamkeitstrainerin ist, hat mir eine kleine Übung mit an die Hand gegeben, die ich mit den Kindern beim Essen machen kann. Ganz bewusst essen und schmecken, indem du mit den Kindern darüber sprichst. Wie schmeckt das gerade und wie fühlt sich das im Mund an? Besonders bei den Mahlzeiten erwische ich mich immer gerne dabei, wie ich alles ohne bewusst zu kauen oder geschmacklich zu erfassen runterschlucke. Gedanklich gehe ich meistens schon den Rest des Tages durch ohne das Essen zu genießen. Da könnte ich auf jeden Fall auch was für mich lernen. Vielleicht esse ich dann auch etwas weniger 🙂 Also zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

Dankbarer Tagesabschluss

Drei schöne Dinge

Was hast du schönes am Tag erlebt? Mit dieser Frage endet in der Regel das Abendessen bei uns. Dann darf jeder von drei schönen Momenten am Tag erzählen. Das ist auch für Mama und Papa eine schöne Übung. Mir fällt auf, dass ich seitdem bewusster schöne Momente am Tag einsammle, um am Abend davon zu erzählen. Und mit den Kindern lerne ich, dass es nicht auf die großen Momente ankommt. Sie sind dankbar, wenn sie sich mit Freunden verabreden können, mit den Eltern gemeinsam Lego spielen oder mal ihre Lieblingssendung im Fernsehen schauen dürfen.

Wie geht es dir mit dem Thema „Achtsamkeit“? Kannst du das nachempfinden? Hast du zur Zeit auch das Bedürfnis dich mehr damit auseinander zusetzen? Bei mir scheint es gerade an der Zeit zu sein, dass ich mehr darüber erfahre. Ich bleib auf jeden Fall dran, denn ich bin noch meilenweit davon entfernt, ein achtsames Leben zu führen. Aber auch kleine Schritte führen bekanntlich zum Ziel.

Ich wünsche dir ein achtsames Weihnachten 2018

Deine Eva

Verfasst von

Mein Name ist Eva List, aus Nordhorn, Mama von zwei tollen Jungs. Auf meinem Blog mamacheck geht es um starke Frauen. Beruflich bin ich Marketingbetriebswirtin und freiberufliche Texterin.

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