Woher kommt die Schultüte?

Wer hat sie erfunden?

Einmal die Woche mache ich „Walkie Talkie“ (bedeutet walken und talken – was wiederum bedeutet „moderates Laufen bei gleichzeitigem intensiven Informationsaustausch“). Das mache ich mit einer lieben Freundin. Und wir schaffen wirklich viele Themen in knapp 45 Minuten.

Schultüte selber basteln oder kaufen?

Unsere Kids kommen in die Schule. Bei ihr ist es schon das zweite Schulkind. Bei mir das Erste. Alles ganz schön aufregend sag ich euch. Den Tornister haben wir ja bereits gekauft. An meinem emotionalen Ausbruch habe ich euch in einem letzten Beitrag teilhaben lassen.

Selber basteln oder kaufen? Und was kommt rein?

Während wir zwei Damen also eifrig laufen, kommen wir nach diversen Themen auf die Schultüte zu sprechen. Ob nun selber basteln oder kaufen. Suchen sich die Kinder das Motiv aus oder ist das eine Überraschung? Was packt man eigentlich alles rein? Diese Fragen haben wir unter anderem diskutiert. Aber wer hat denn überhaupt die Schultüte erfunden? Könnte uns ja egal sein. Wenn sich mir aber einmal eine Frage stellt, will ich auch die Antwort wissen. Falls ihr also euren Wissenstand erweitern wollt und beim gemeinsamen Schultüten-basteln etwas angeben möchtet mit unnützem Wissen, dann lest schön weiter.

2 Millionen Schultüten pro Jahr

Natürlich habe ich Google befragt. „Wer erfand die Schultüte“ (wie war das Leben eigentlich ohne Google möglich?). Einige Berichte gibt es dazu bereits. Die besten Infos habe ich aber auf der Website der Firma Nestler GmbH aus Sachsen gefunden. Diese Firma scheint sozusagen der komerzielle Erfinder der Schultüte zu sein. 1910 kam Carl August Nestler auf die Idee, die Schultüte serienmäßig in seiner Papierherstellungsfabrik zu produzieren. Die Nestler GmbH ist die erste deutsche Schultütenfabrik bzw. -manufaktur und produziert pro Jahr ca. 2 Millionen dieser kleine zylinderförmigen Überraschungstüten von klein bis groß.

Rosinen, Brezeln, Zuckertüten

Die Idee, seinem Kind den Schulstart zu versüßen gibt es schon seit Mitte des 19. Jhd. In einem Kinderbuch von 1853 wird von einem Zuckertütenbaum erzählt. Daran wachsen die süßen Tütchen, die abgepflückt werden können, wenn das Kind zur Schule kommt. Auch niedlich. In Sachsen und Thüringen hat sich der Brauch etwas schneller verbreitet. Als letztes ist diese Traditon in Hamburg angekommen. In Ostfriesland gab es lange Zeit noch Rosinen oder Backpflaumen zur Einschulung und in Hessen Brezeln. Mittlerweile ist die Schultüte für die Erstklässler aber nicht mehr wegzudenken.

Wie sind eure Erinnerungen an die Schultüte?

Wie war das bei euch und euren Kindern? Habt ihr selbst gebastelt oder gekauft? Hinterlasst doch gerne einen Kommentar. Und wer hat noch sein Foto mit der Schultüte in der Hand? Ich hab mal gekramt und tatsächlich noch eins gefunden. Ich enthalte es euch nicht vor.

Meine Schultüte
Eva wird eingeschult. Eine rosa glitzernde Schultüte mit weißem Tüll oben. Ich erinner mich noch gut daran.

Verfasst von

Mein Name ist Eva List, aus Nordhorn, Mama von zwei tollen Jungs. Auf meinem Blog mamacheck geht es um starke Frauen. Beruflich bin ich Marketingbetriebswirtin und freiberufliche Texterin.

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